Original paper

Beitrag zur Kenntnis der erratischen Basalte.

Martin, J.

Kurzfassung

In meinem Aufsatz ,Erratische Basalte aus dem Diluvium Norddeutschlands" habe ich die Feldspatbasalte, je nachdem der Feldspat intratellurisch oder effusiv ist oder in beiden Generationen Horkommt, in drei Gruppen geteilt, von denen die beiden letztgenannten nach der vorwiegend idiomorphen oder leptomorphen Ausbildungsweise der jüngeren Feldspatgeneration in je zwei Unterabteilungen getrennt wurden. In analoger Weise lassen sich die Nephelinbasanite sowohl wie die Nephelinbasalte nach der Gestaltung des Nephelins kalssifizieren, während bei den Leucitbasaniten und Leucit-Basalten, von denen bislang nur wenige Funde vorliegen, von einer weiterem Einteilung vorläufig abgesehen werden muß. Da jedoch der Leucit sowohl in idiomorpher wie in leptomorpher Form uns entgegentritt, so wird voraussichtlich bei einer größeren Zahl von Funden auch hier eine Klassifikation nach der Beschaffenheit des Leucits sich bewerkstelligen lassen. Zwischen diesen Typen, zu denen noch die Glasbasalte sich hinzugesellen, bestehen aber so zahlreiche Übergänge, daß sämtliche aus Schonen herzuleitenden Basalte als Erzeugnisse desselben Magmas angesehen werden können. Für die Beurteilung dieser verwandtschaftlichen Beziehungen ist die Entstehung der Augitaugen und gewisser zeolitischer Ausscheidungen von größter Bedeutung, indem nachgewiesen werden konnte, daß diese Bildungen aus Feldspateinsprenglingen hervorgegangen sind. In Taf. II, Fig. 1 ist ein Feldspateinsprengling von einer zeolithischen Substanz umschlossen, die sowohl gegen das Feldspatkorn wie gegen die kristallinen Bestandteile der sie umgebenden Grundmasse durch ein schnurförmiges Mineral begrenzt ist.