Original paper

Neue Versteinerungen aus dem mittleren Gault von Algermissen.

Wollemann, A.

Kurzfassung

Im Jahre 1903 habe ich eine Mitteilung über die Gaultfauna von Algermissen veröffentlicht, in welcher ich nach den bis dahin gemachten Funden 31 Arten von dort beschreiben konnte. Neue Funde, welche besonders von Herrn Professor Stolley in Braunschweig und Herrn Zahnarzt Schrammen in Hildesheim gemacht sind, haben diese Zahl beträchtlich vermehrt. Beide Herren waren so liebenswürdig, mir ihre neuen Funde zur Verfügung zu stellen, wofür ich ihnen meinen verbindlichsten Dank ausspreche. In meiner neulich veröffentlichten Arbeit über die Bivalven und Gastropoen des norddeutschen Gaults habe ich die folgenden Arten aus Algermissen neu beschrieben: Narica ous n. sp., Natica ervyna D'orb., Rissoina Dupiniana D'orb. sp., Rissoina incerta Desh. sp., Cerithium Schrammeni n. sp., Cerithium Wunstorfi n. sp., Cerithium Frickei n. sp., Aporrhais elongata Gardner, Buccinum gaultinum D'orb. von Herrn Professor Stolley sind in allerletzter Zeit noch einige neue Arten gesammelt, nämlich eine Scalaria und einige Leda-Arten, welche ich in einem demnächst erscheinenden Nachtrage zu meinen Untersuchungen über die Bivalven uud Gastropoden der norddeutschen unteren Kreide beschreiben werde. Die Zahl der von mir in meiner ersten Mitteilung beschriebenen Ammoniten habe ich bereits durch. Erwähnung von Phylloceras Velledae Michelin sp. vermehrt. Außerdem sind noch mehrere neue Ammonitenformen gefunden, auf deren Beschreibung ich verzichten will, da dieselben eben von Herrn Geh. Bergrat Professor Dr. v. Koenen bearbeitet werden. Ich will nur zu den von mir a.a.O. bereits beschriebenen Arten auf Grund der neuen Funde folgendes bemerken: Hinsichtlich des Hoplites tardefurcatus Leymerie sp. äußert sich Herr v.Koenen (a.a.O. S. 8) in ähnlicher Weise wie ich, nämlich dahin, daß das Vorkommen von Algermissen von der typischen Form abweicht.