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Die nutzbaren Mineralvorkommen, insbesondere die Goldlagerstätten Deutsch-Ostafrikas. Allgemeine geologische Verhältnisse.

Tornau, [Fritz]

Kurzfassung

Wenn auch das geologische Bild, das wir z. Z. von dem größten unserer Schutzgebiete besitzen, noch sehr viele und z. T. recht große Lücken aufweist, so können wir doch jetzt schon sagen, daß im größeren Teile Deutsch-Ostafrikas Granite und Gneise auftreten, die allerdings nicht überall zu Tage treten, sondern häufig auf große Flächen hin von lockeren, aus Sand und Lehm bestehenden Bildungen (Deckschichten) überlagert werden. Im Verbreitungsgebiete hauptsächlich der Granite finden sich an vielen Stellen Phyllite, phyllitische Schiefer, Tonschiefer, Quarzite, Eisenquarzitschiefer oder Itabirite, Glimmerschiefer und untergeordnet auch Sandsteine und Konglomerate, Gesteine, in denen bisher noch niemals auch nur eine Andeutung von organischen Resten beobachtet wurde. Unterbrochen werden diese Schichten häufig von basischen und sauren Eruptivgesteinen. Im Nordosten des Nyassa lagern diskordant über den vorerwähnten phyllitischen Schiefern und Tonschiefern: Sandsteine, quarzitische Sandsteine und Quarzite, zu denen sich anscheinend auch noch Tonschiefer gesellen. Auch in diesen transgredierenden Schichten haben sich bisher keine Fossilien auffinden lassen. Günstiger verhält es sich in dieser Beziehung mit Sandstein-, Grauwacke- und Schief er-Schichten, die hauptsächlichl von Bornhardt am Nyassa sowie an mehreren Stellen im Küstengebiet beobachtet wurden; auf Grund ihres floristischen, Inhaltes (Glossopteris) konnte ihre Zugehörigkeit zu der in Südafrika sehr verbreiteten Karooformation festgestellt werden. Von jungen mesozoischen Bildungen wurden beobachtet Ablagerungen des mittleren und oberen Jura, sowie der unteren und oberen Kreide.