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Das Diluvium des Hirschberger Kessels.

Werth, Emil

Kurzfassung

Durch den Neubau der Bahn Hirschberg-Lähn wurden in der durch die Glazialstudien aus der dortigen Gegend bekannt gewordenen ,Grunauer Senke" interessante Aufschlüsse im Diluvium geschaffen, welche in Anbetracht des Umstandes, daß dieselben mit der bereits jetzt stattfindenden Abböschung der Bahneinschnitte für immer verloren gehen, eine kurze Betrachtung verdienen. Die Grunauer Senke wird als die Haupteingangspforte des nordischen Gletschers in das Hirschberger Becken angesehen; sie bildet eigentlich einen gegen Nordwest sich erstreckenden Zipfel des letzteren, ist aber von ihm durch eine niedrige Terrainwelle getrennt, welche die Wasserscheide zwischen den Zuflüssen des Hirschberger und denen des Boberröhrsdorfer Bobers (unterhalb der Sattlerschlucht) bildet. Der erste der neuen Eisenbahneinschnitte, nördlich Hirschberg, durchschneidet in 900 m Länge und 8 m größter Tiefe diese vom Kappenberg sich über die südlichen Häuser von Grunau in ostnordöstlicher Richtung erstreckende Geländewelle an ihrer in 348 m Meereshöhe gelegenen niedrigsten Stelle (20 m über dem Bober bei Hirschberg und 55 m über seinem Spiegel bei Boberröhrsdorf). An der höchsten Stelle des Durchschnittes beobachten wir Geschiebelehm, unterlagert von wechsellagernden sandigen und tonigen geschichteten Massen; nach Süden zu, gegen Hirschberg, nehmen die tonigen Bestandteile an Mächtigkeit zu und bilden, fast das ganze Profil zusammensetzend, typischen Geschiebelehm, welcher weiterhin wiederum von geschichteten Sanden unterlagert wird. Im nördlichen Teile des Aufschlusses überwiegen die Sande; sie sind zumeist von der typischen gelben Farbe der nordischen Diluvialsande, stellenweise besitzen sie durch reichliche Beimengung von Kohleteilchen einen stumpfen, graulichen Farbton und führen gerollte Braunkohlestückchen.