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Notizen über die ,Albüberdeckung" im nördlichen Frankenjura.

Köehne, Werner

Kurzfassung

Den Stand der Frage nach Alter und Entstehung der ,Albüberdeckung" habe ich an anderer Stelle bereits erläutert und die wichtigste Literatur darüber aufgeführt. Der in der Überdeckung im Nordgau des Fränkischen Jura vorkommende Sandstein wurde von Gümbel als ,Veldensteiner Sandstein" bezeichnet, wegen seiner weiten Verbreitung im ,Veldensteiner Forste", der wieder seinen Namen dem Schlosse Veldenstein bei Neuhaus a. d. Pegnitz verdankt. Blöcke quarzitischen Sandsteins, die vermutlich durch Auswitterung aus dem Veldensteiner Sandstein enstanden sind, werden in manchen Gegenden (in der Oberpfalz) ,Kalminzer" genannt, ein Name, den ich zur Unterscheidung von den dichten Quarzgesteinen für diese höchst charakteristischen Blöcke beibehalten möchte. Betreffs der in der Albüberdeckung vorkommenden Erze sei auf Kohlers Spezialarbeit verwiesen. Im Gegensatz zu den reiner sandigen, ganz hornsteinfreien Überdeckungsgebilden, möchte ich die hornsteinführenden, aus Sand, gelben, weißen, roten etc. Letten, eventl. noch aus Sandsteinbrocken bestehenden Massen, die sich häufig fanden, als ,gemischte Überdeckung" bezeichnen. Leider waren mir bei der Veröffentlichung des oben genannten Aufsatzes die ,Bemerkungen zum Karstphänomen" von Fr. Katzer (diese Zeitschrift 1905, Monatsber. S. 233 - 242) noch nicht bekannt. Die Vorgänge, die Katzer als ,Unterirdische Dolinenbildung" bezeichnet, stimmen vorzüglich mit denen überein, die ich als ,Entziehung der Unterlage durch Auflösung" benannte. Es ist recht wahrscheinlich, daß einst große Teile der Fränkischen Alb mit keuperähnlichen Schichten bedeckt waren, wie sie noch bei Auerbach i. Opf. erhalten sind.