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Ist das Saarbrücker Steinkohlengebirge von SO her auf Rotliegendes aufgeschoben?

Leppla, August

Kurzfassung

In den Wochenberichten über die Sitzungen der Pariser Akademie haben die Herren J. Bergeeon und Paul Weiss einen Aufsatz veröffentlicht ,Sur l'allure du bassin houiller de Sarrebrück et de son prolongement en Lorraine française". Sie kommen zu dem Schluß ,que le · bassin de Sarrebrück dans toute son étendue n'est qu'une immense nappe de recouvrement". Die Überschiebungsdecke sei wahrscheinlich gegen Ende des Autunien (Rotliegendes) von Süden, vom Westabhang der Vogesen her gekommen und habe das auflagernde Rotliegende mit nach NW bis zum Devon verschoben. Die Südgrenze der Decke fiele mit der Sattelspalte des sog. südlichen Hauptsprunges zusammen. Südlich von ihm sei das aufgeschobene Karbon später wieder abgetragen worden. Daran anschließend wird die sehr große Wichtigkeit betont, die die Tatsachen für das Wiederfinden des Karbons im Süden des zu Tag ausgehenden Teils, also der Wurzel des überschobenen Teiles haben. Dies sind in Kürze die Ergebnisse der Beobachtungen und Betrachtungen der beiden Herren. Sie weichen in hohem Grad von den bisherigen Anschauungen über den Bau des Saarbrücker Steinkohlen-Gebirges ab. Das große Ansehen, das die Forscher genießen, zwingt, die Anschauung auf ihre Richtigkeit zu prüfen und näher zu beleuchten. Zunächst muß man sich die Beobachtungen vergegenwärtigen, die den Schlüssen zu grund liegen. Hierüber verdanke ich dem Direktor der Grube Frankenholz Herrn Schulte-Mäter einige Angaben. Ein auf der 530 m Sohle der Schächte I und II der genannten Grube getriebener Querschlag hat anscheinend schon unter den hier abgebauten oberen Flammkohlen, aber sicher in seiner von den Schächten aus nach SO gerichteten, rd 800 m langen Verlängerung nach Durchorterung einer starken Störung jüngeres Gebirge durchortert, zuerst steilstehend, dann weiter nach SO sich verflachend und in dieser Richtung einfallend.