Original paper

Die Stratigraphie des Hunsrückschiefers und der Untercoblenzschichten am Mittelrhein nebst einer Übersicht über die spezielle Gliederung des Unterdevons mittelrheinischer Facies und die Faciesgebiete innerhalb des rheinischen Unterdevons.

Fuchs, Alexander

Kurzfassung

Als ich im Jahre 1899 versuchte, Hunsrückschiefer und Untercoblenzschichten am Mittelrhein spezieller zu gliedern, als das bisher üblich war, ging ich von der durch direkte Beobachtung erkannten Tatsache aus, daß innerhalb der großen rheinischen Unterdevonstufen paläontologische und petrographische Unterschiede vorhanden sind, die in unzweifelhaftem Zusammenhange mit einer natürlichen Gliederung der Schichten stehen. Mein Augenmerk richtete sich also darauf, diese in wissenschaftliche Form zu bringen und sie durch eine meiner Darstellung beigegebene Karte zu veranschaulichen. Eine in allen Einzelheiten erschöpfende Aufnahme zu liefern, verbot mir damals noch die knapp bemessene Zeit, sodann die Notwendigkeit, meine Studien zuvor über größere Gebiete auszudehnen. In den letzten Jahren habe ich nun - unbeirrt durch die abweichenden Anschauungen anderer Forscher - meine Untersuchungen erweitert und sie gegenwärtig zu einem gewissen Abschluß gebracht. Genauer erforscht wurde ein Gebiet, welches im Westen begrenzt wird vom Rheintal zwischen Lorch und Kestert, im Süden vom Wispertal von Lorch bis Dickschied, im Osten vom Herzbachtal bis Nauroth und einer etwa über den Grauen Kopf bei Zorn, Kloster Gronau, Martenroth bis Holzhausen auf der Heide und Pohl bei Singhofen gedachten, im Norden von einer etwa über Buch, Nastätten, Olsberg, Ruppertshofen, Himmighofen, Eschbach, Dahlheim bis Kestert laufenden Linie. In allen wesentlichen Punkten fand ich hierbei meine frühere Auffassung bestätigt, wenn es auch im einzelnen manches zu erweitern und zu berichtigen gab. Insbesondere hat sich die Möglichkeit einer spezielleren Gliederung für das ganze in Frage kommende Gebiet herausgestellt, und es zeigte sich ferner, daß ohne eine solche hier ebensowenig wie anderwärts stratigraphische Fragen mit Erfolg gelöst werden können.