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Das Übergangsgebirge bei Baden-Baden, Ebersteinburg, Gaggenau und Sulzbach und seine Kontaktmetamorphose durch das Nordschwarzwälder Granitmassiv.

Eisele, Hermann

Kurzfassung

Das am Nordrande des Schwarzwaldes bei Baden-Baden, Ebersteinburg und Gaggenau erschlossene und bisher in drei, durch Rotliegendes voneinander getrennten Partien bekannte Übergangsgebirge ist im Laufe des letzten Jahrhunderts mehrfach Gegenstand der Untersuchung gewesen. Aus H. Ecks historischer Zusammenstellung über die Entwicklung unserer Kenntnis dieser Gebiete (Geogn. Beschreibung der Gegend von Baden-Baden, Rothenfels, Gernsbach und Herrenalb. Abhandl. der Kgl. Preuß. geol. Landesanstalt, Neue Folge, H. VI, S. 197 und Rückblick S. 286) entnehmen wir, daß die bei Baden und im Dreisbachtale (Traischbachtale) bei Gaggenau gelegenen Partien durch Beyer bereits im Jahre 1794 Erwähnung gefunden haben, während der nordnordwestlich von Ebersteinburg im Eberbachtale, der Schindelklamm und den Haberäckern aufgeschlossene Teil des Übergangsgebirges erst 1832 durch Walchnek entdeckt wurde. 1845 erfuhr das Gebiet eine genauere Beschreibung durch Hausmann, und 1860 waren zum ersten Male alle drei Partien auf Bachs Karte vermerkt. Seither haben eine Reihe Ton Forschern sich mit diesen, von Eck als Übergangsgebirge bezeichneten Schiefern beschäftigt, hauptsächlich um das nähere Alter dieser Komplexe festzustellen, was aber bis jetzt mit Rücksicht auf den völligen Mangel jeglicher Fossilien nicht gelungen ist, zumal auch die Lagerungsverhältnisse eine nähere Eingrenzung der Schichten nach unten und oben nicht gestatten, weil einerseits die nächstjüngeren Gesteinsschichten in diskordanter Auflagerung dem Oberen Karbon, andererseits die älteren Bildungen schon der Gneisformation angehören, so daß für die Deutung dieser Badener Schieferkomplexe die gesamte Serie zwischen dem Präkambrium und produktiven Karbon in Frage kommen könnte