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Die östliche Randverwerfung des fränkischen Jura.

Hermann, Rudolf

Kurzfassung

Der Vortragende berichtete über das Ergebnis seiner mit längeren Unterbrechungen in den Jahren 1904-1906 ausgeführten Untersuchungen, die sich bisher auf das Gebiet zwischen Pegnitz und Waischenfeld erstrecken. Eine stratigraphisch vergleichende Untersuchung des Dolomites von Oberfranken mit dem Dolomit von Ingolstadt-Kehlheim und von Niederbayern führte zu dem Ergebnis, daß der oberfränkische Dolomit auf Grund seiner Fauna älter sein muß als jener, der Pteroceras (Harpagodes) Oceani Roem., Nerineen und Diceras speciosum Münster führt. Der Dolomit Oberfrankens dürfte etwa dem Weißjura delta und dem untersten epsilon angehören. Durch diese Feststellung wird allerdings der Nachweis der Verwerfungen überhaupt häufig sehr erschwert. Diese verlaufen nämlich vielfach zwischen Tenuilobatenkalk (Weißjura gamma) einerseits und Dolomit (Weißjura delta + unteres epsilon) andererseits. Auch ist natürlich dementsprechend die Sprunghöhe eine viel geringere, als früher angenommen wurde. Trotzdem ließen sich mit Hilfe neuer Aufschlüsse mehrere kleinere, parallel verlaufende Verwerfungen nachweisen, die die Hauptverwerfung stellenweise in einen Treppenbruch mit sehr geringer Sprunghöhe der einzelnen Abschnitte zerlegen. Überhaupt handelt es sich in unserem Gebiete um eine Verwerfungszone. Wichtig ist ein Aufschluß am Wasserberg bei Pegnitz, der auf eine erste Senkung in präcenomaner (bezw. präturoner) Zeit und ein Wiederaufleben der Verwerfung in jüngerer, vermutlich tertiärer Zeit hinzudeuten scheint. Mehrfach konnte mit Berücksichtigung der orographischen Verhältnisse ein von der bisherigen Annahme abweichender Verlauf der Verwerfung festgestellt werden;