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Resorptions- und Injektionserscheinungen im südlichen Schwarzwald.

Philipp, Hans

Kurzfassung

Unter Vorlegung von Handstücken berichtet der Vortragende über Resultate seiner Aufnahmen im südlichen Schwarzwalde in der Gegend des mittleren Wiesetales. Das Gebiet ist bekannt durch das Auftreten von Gabbro bei Ehrsberg oberhalb Mambach. Neben reinen Plagioklas-Diallag- und Plagioklas-Diallag-Olivingesteinen finden sich Wehrlite, Diallagite, reine Anorthosite und Beerbachitische Gesteine, außerdem in großer Mannigfaltigkeit die Übergänge dieser Gesteine in mehr oder weniger geschieferte Amphibolite einerseits und Serpentine andererseits. Diese Gabbroide sind an der bekannten Stelle, dem Ehrsbergplateau, nicht am primären Ort, sondern liegen als mitgerissene Blöcke und größere Schollen in einem durch seine prächtigen roten Orthoklas-Einsprenglinge ausgezeichneten basischen Granit, dessen Biotit vielerorts durch Amphibol vertreten wird. Es scheint diese reichliche Hornblendeführung zusammenzuhängen mit den eingeschlossenen Amphibolitblöcken. Diese erleiden nämlich eine starke Durchtrümerung mit granitischem, häufiger aplitischem Material, die bei massiger Struktur der Blöcke regellos verläuft, sonst der Parallelstruktur folgend, die einzelnen Lagen aufblättert, wobei die Hornblende resorbiert und z. T. wieder als frische Kristalle ausgeschieden wird. Jünger als der vorerwähnte basische, porphyrische Granit ist ein heller, gleichmäßig korniger, der sich auszeichnet durch seine starke Neigung zu Differenziationen von syenitischem und glimmerdioritischem, häufiger aplitischem Charakter, die schlierenförmig in ihm auftreten. Die Grenze beider Granite gegeneinander ist eine scharfe, ihre Altersbeziehungen durch Einschlüsse des porphyrischen, basischen im hellen Granit erwiesen.