Original paper

Den Buntsandstein bei Saalfeld in Thüringen und über sandgeschliffene Gerolle in dessen Konglomeraten.

Zimmermann, Ernst

Kurzfassung

Aus dem Vortrage sei besonders folgendes hervorgehoben: Im Buntsandstein bei Saalfeld treten mindestens 3 Konglomeratlager auf; diese sind zwar auch schon bei der ersten Aufnahme des Blattes erkannt, ihre Einzelvorkommnisse damals aber teilweise verwechselt worden, wie die gegenwärtige Neuaufnahme auf dem neuen, sehr viel genaueren Meßtischblatt erwiesen hat. Alle drei Konglomerate haben nur geringe Mächtigkeit, von 3/4 bis höchstens 5 m. Das oberste Konglomerat bildet die Basis des Chirotheriensandsteins und ist eigentlich nur ein kiesiger Sandstein mit 1 bis 3 mm Korngröße und einzelnen bis 15 mm großen Geröllen. Unter diesen fallen neben den vorwiegenden Quarzen fleischrote Orthoklasgerölle von ziemlicher Frische, mit guter Spaltbarkeit, durch ihre Häufigkeit auf. Das unterste Konglomerat ist in gleicher Weise ein kiesiger Sandstein mit einzelnen bald sehr häufigen, bald ungemein seltenen größeren Gerollen; es ist in gleicher Weise durch den Reichtum an frischen Orthoklasgeröllen gekennzeichnet. Aber es erreichen die Gerölle, inbesondere natürlich die auch hier weitaus vorwiegenden Quarze, Größen bis zu 5 und mehr cm. Die Mächtigkeit dieser Zone mag 5 m erreichen. Die mittlere Zone ist stellenweise ein wirkliches Konglomerat von 1/2 bis 3/4 m Mächtigkeit, aus vorherrschenden Geröllen von Haselnuß- bis Faustgröße bestehend, mit mehr zurücktretendem Sandbindemittel; bald ist es aber auch nur ein kiesiger Sandstein mit vereinzelt und z. T. recht selten eingestreuten bis walnußgroßen Geröllen; bald endlich ist es eine Zone von an sich geröllfreiem kleinkörnigen Sandstein, der auf einer oder zwei Schichtflächen (die etwa 1-11/2 m voneinander abstehen) die Gerölle wie ein Pflaster dicht nebeneinander darbietet.