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Untersuchungen über einige südafrikanische Diamantenlagerstätten.

Beck, Richard

Kurzfassung

Im Februar und dann wieder im Oktober des Jahres 1898 überbrachte Herr G. Trübenbach, der damalige Hauptbesitzer vom Newlands Diamond Mine bei Barkly West der Freiberger Lagerstättensammlung ein ungewöhnlich interessantes Material von Belegstücken, yon denen Dubletten gleichzeitig an Herrn Professor T. G. Bonney gelangt waren. Später ergänzte Herr Dipl. Bergingenieur W. Graichen, der seit 1898 bis zum Burenkrieg Betriebsleiter in Newlands war, diese Sammlung um noch einige weitere wertvolle Stücke. Leider war ich damals so sehr mit anderen Arbeiten überhäuft, daß ich nur ein paar kurze Mitteilungen über diese Funde zu bringen vermochte, während inzwischen Herr Professor Bonney ausführlicher darüber geschrieben hatte. Später hat endlich Herr W. Graichen nach der Rückkehr von Afrika seine Erfahrungen über die Newlands Mine in einem Aufsatz niedergelegt, der indessen auf die Petrographie nur wenig eingeht. Trotz dieser schon vorhandenen Literatur waren die für die Erklärung des gesamten Diamantenvorkommens sehr bedeutungsvollen Funde von dieser gegenüber den großen Kimberley-Gruben allerdings nur kleinen und für den Edelsteinmarkt daher minder wichtigen Lagerstätte wenig bekannt geworden. Selbst Spezialisten auf diesem Gebiete kannten noch nicht oder bezweifelten direkt z.B. das Auftreten von Diamantkristallen inmitten der Granat-Diopsidknollen, wie ich mich bei dem ausschließlich den Diamanten gewidmeten Meeting der British Association zu Kimberley im Jahre 1905 durch persönliche Umfrage überzeugte. Der Besuch der südafrikanischen Diamantenfelder bei dieser Gelegenheit hatte übrigens auch bei mir das Interesse für die Trübenbachsche Sammlung von neuem geweckt, auch fand ich endlich Zeit, das Material nach meiner Rückkehr gründlich durchzuarbeiten.