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Einige von Dr. Lotz in Deutsch-Südwestafrika gesammelte fossile Hölzer

Gothan, Walter

Kurzfassung

Das Vorkommen fossiler Hölzer - es handelt sich durchweg um gymnosperme - in Deutsch-Südwestafrika ist seit längerer Zeit bekannt, ohne daß indes davon etwas bearbeitet worden wäre. In dem Material, von dem hier die Rede ist, handelt es sich um zwei Stücke, die ich auf Ersuchen des Herrn Dr. Lotz, der sie als Geschiebe auf dem Wege von Keetmannshoop nach Huns fand, zu bearbeiten übernahm. So gering das Material ist, so wertvoll ist es, da es sich in jedem Stück um ein Unikum handelt. In dem Vortrage wurde nur das eine betrachtet, da das Interesse am andern ein rein botanisches ist; über dieses wird in der später erscheinenden ausführlicheren Arbeit berichtet werden. Sehr auffällig ist zunächst bei dem Holz der riesenhafte Markkörper, der ungefähr 6 cm Durchmesser hat, während der umgebende - aber wohl früher größer gewesene - Holzkörper nur 2-3 cm dick ist. Im Marke bemerkt man nun schon bei Betrachtung in Aufsicht zahlreiche runde Kreischen von ca 1/2-3 mm Durchmesser (es ist hier vom Querschliff die Rede), die beim ersten Anblick den Eindruck von markständigen Leitbündeln erwecken, in Wirklichkeit aber etwas anderes sind. Nähere Untersuchung zeigte, daß es sich um sklerotische Körper handelte, die, ungefähr zylindrisch, sich an beiden Enden zuspitzen; skierotisch ausgebildet ist aber nur die äußere dunkle Zone der Körper, während der größere Innenraum von zartwandigerem Gewebe mit gestreckten Zellen eingenommen wird. Schon die äußere Form der Skleromkörper zeigt, daß es sich nicht um Leitbündel handeln kann, ferner spricht gegen solche die regellose Verteilung der Gebilde und das Fehlen von leitenden Elementen im Innern dieser Körper. Die Skleromkörper sind mit dem Markparenchym verwachsen, das fast durchgehends fächerig verschrumpft ist (wie etwa das Cordaïtenmark, nur sind die ,Fächer" viel schmäler).