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Tiefen- und Ganggesteine von Fuerteventura.

Finckh, Ludwig

Kurzfassung

Das Auftreten von Tiefengesteinen auf der Insel Fuerteventura wird zuerst von Hartung in seiner Arbeit über die geologischen Verhältnisse der Inseln Lanzarote und Fuerteventura erwähnt. Hartung hatte im Jahre 1854 diese beiden dem afrikanischen Festlande zunächst gelegenen Inseln der Canaren eingehend untersucht und seine Aufnahmen in einer geologischen Karte und zahlreichen Profilen, die er seiner Arbeit beigegeben, zur Darstellung gebracht. Er gliederte die vulkanischen Gesteine, aus denen sich diese Inseln im wesentlichen aufbauen, in vier Gruppen: Die Syenit- und Trappformation, die den zentralen Teil der Insel Fuerteventura einnimmt, eine ältere, eine jüngere und eine jüngste Basaltformation. Die Trappformation besteht vorherrschend aus dunkelgrünen basaltartigen Gesteinen, die er als ,wackichtes", oft ganz zerbröckeltes Material beschreibt. Diese Gesteine werden von zahlreichen Gängen von dunklen, basaltartigen Gesteinen kreuz und quer durchsetzt. Die Syenite erscheinen als der tiefste und scheinbar älteste Teil der Insel bei Rio Palma und im Gran Barranco, wo sie in verhältnismäßig geringer Ausdehnung an die Oberfläche treten. Im Jahre 1863 besuchte von Fritsch gelegentlich der Bereisung der Canarischen Inseln auch Fuerteventura. Seine Beobachtungen über das Auftreten der Syenite und der mit ihnen vergesellschafteten Gesteine hat er in seinen Reisebildern von den Canarischen Inseln und in einer Reihe von Notizen in seinem Werke über die geologischen Verhältnisse von Teneriffa niedergelegt. v. Fritsch hatte die Beobachtung gemacht, daß im Verbände mit diesen Syeniten Tonschiefer und schieferige Kalke auftreten.