Original paper

Über die Südafrikanischen Diamantenlagerstätten.

Voit, Friedrich W.

Kurzfassung

a) Erstarrungs- oder klastisches Gestein; petrographischer Charakter. Wir dürfen die Frage, ob das Muttergestein der Diamanten, der Kimberlit, ein klastisches oder ein Erstarrungsgestein ist, als dahingehend entschieden betrachten, daß der Kimberlit ein Erstarrungsgestein ist. Merkwürdigerweise halten die englischen Geologen noch zum großen Teile daran fest, daß der Kimberlit wenigstens in den oberen Teilen der pipes ein; klastisches Gestein sei, ein Tuff, bei dem größere und kleinere Mineralien, der sogenannte Deposit (das Sichergut), unter diesem der Diamant, zugleich mit einer großen Anzahl fremder Bestandteile, Gesteinsfragmente, durch einen vulkanischen Tuff zementiert seien. Stelzner sprach die Ansicht klipp und klar aus, daß ,der Diamant als primärer Bestandteil aus einem magnesiareichen Silikatschmelzfluß auskrystallisiert sei", und Stelzneb-Bergeat schließt die Genese des Diamanten aufs engste an die des Chromits, Platins und Eisens in Eruptivgesteinen an. Auch Scheibe erklärt die Deutung des Blue Ground als Erstarrungsgestein für zulässig und berechtigt, und schließlich erklärt auch Beck, indem er Kimberlit-Pipe und Ganggestein identifiziert, das harte Blue-Gestein für ein echtes Erstarrungsgestein. Die Frage ist nun, ist der Ausdruck Breccie auf das Gestein selbst zulässig, und in welcher Form und wo erstarrte denn eigentlich der Kimberlit. In einer der letzten Sitzungen der geologischen Gesellschaft in Johannesburg erklärte Corstorphine, daß in beträchtlicher Tiefe unter der Oberfläche der Erde ein Peridotit zur Krystallisation gelangte, und daß nachher die Explosionen erfolgten, welche die Pipes oder Necks mit der Peridotitbreccie füllten.