Original paper

Die Exkursionen der Deutschen geologischen Gesellschaft im südlichen Schwarzwald, im Jura und in den Alpen.

Schmidt, C.; Buxtorf, A.; Preiswerk, H.; Philipp, H.; Gutzwiller, A.; Niethammer, G.; Hugi, E.

Kurzfassung

I. Exkursionsberichte. 1. Zweitägige Exkursion in den Schwarzwald (Wiesen- und Wehratal). Die Exkursion hatte den Zweck, das Gneis-, Granit- und Karbongebiet im südlichen Schwarzwaldhorst sowie die Schollen mesozoischer Sedimente am Rand der großen Rheintalsenke zu besichtigen. 7. August. Von Basel nordwärts durchs untere Wiesental folgt die Bahn annähernd der großen Rheintalverwerfung (Flexur), die von Kandern ins Birseck streicht. Rechter Hand liegt die Triasplatte des Dinkelberges, links die Tertiärablagerungen des Tüllinger Berges. In der Nähe von Brombach quert man die Flexur. Links erblickt man steil südwestwärts einfallende Doggerschichten (Hauptrogenstein), die das Röttler Schloß krönt. Die nun folgenden Mergel und Tone des unteren Dogger, des Lias und des Keupers bilden eine Terrainsenke bei Hagen. Weiter ostwärts fährt man durch die Trias des Dinkelberges, die sich immer mehr flach legt. Bei Schopfheim ist das Rotliegende aufgeschlossen, das bei Hausen mit scharfer Verwerfung am Granit des inneren Schwarzwaldes abstößt. (Führer Fig. 1). Von Mambach aus bestieg man die Höhe von Ehrsberg unter Führung von H. Philipp, der diese Gegend neuerdings näher untersucht hat. Der Weg führt zunächst durch einen feinkörnigen sauren, z. T. aplitischen Granit, den Mambacher Granit, der wohl zum Massiv des Blauen-Granites gehört. Als Differentiationen dieses Granites treten einmal glimmersyenitische und dioritische Gesteine auf, die z. T. kugelförmig im Granit liegen (Mambacher Kapelle), und ferner jene aplitischen, massig, nicht gangförmig auftretenden Abscheidungen, die in großer Mannigfaltigkeit an dem Wege hinter dem Elektrizitätswerk angeschlagen wurden.