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Kugelporphyre südöstlich von Waldenburg i. Schlesien.

Dathe, Ernst

Kurzfassung

Von Waldenburg in Schlesien erstreckt sich von den Butterbergen an in südöstlicher Richtung bei 2 - 3 km Breite und 8 km Länge ein zusammenhängender Eruptivzug bis nach Donnerau. Er beginnt in der Mitte des östlichen Teiles des Meßtischblattes Waldenburg und tritt bei seinem südlichen Fortstreichen auch auf den weltlichen Teil des Blattes Charlottenbrunn über, um an seinem Südende noch die nordöstliche Ecke von Blatt Friedland und die nordwestlichste von Blatt Rudolfswaldau zu erreichen. An seiner Zusammensetzung beteiligen sich hauptsächlich verschiedenartige Porphyrtuffe, die man nach ihrem Gefüge in feinkörnige, klein-, grob- und großstückige unterscheiden kann. Zu den feinkörnigen Porphyrtuffen zählen auch die im Gebiet nicht seltenen Pisolithtuffe bei Reußendorf und Steingrund. Decken von Porphyren und Melaphyren erscheinen als Einschaltungen zwischen den Porphyrtuffen; einige Melaphyrtuffe kommen im südlichen Eruptivgebiete bei Reimsbach vor. Zahlreiche und zum Teil mächtige Porphyrgänge durchbrechen namentlich an der Westseite die so zusammengesetzte Eruptivstufe, die ungleichförmig die obercarbonischen, nämlich Weißsteiner und Saarbrücker Schichten und in ihrem südlichen Ende auch die untersten Stufen der Unterkuseler bedeckt und in die Oberkuseler Schichten bei Reimsbach und Donnerau eingreift. Der Eruptivzug stellt ein altes Vulkangebiet dar, von dem gegenwärtig nur Überreste, Ruinen von alten Vulkanen, erhalten geblieben sind.