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Bemerkungen über den Rogenstein des Buntsandsteins und über Oolithe.

Andrée, Karl

Kurzfassung

Zu der interessanten Abhandlung von E. Kalkowsky möchte ich mir einige Bemerkungen erlauben. Was zunächst die äußere Form der Ooide des Rogensteins betrifft, so sind mir Stücke bekannt von ziemlich grobem Korn, bei denen dieselben eine himbeer- oder brombeerartige Oberfläche besitzen, was jedenfalls auf die im Medianschliff, Taf. IV, Fig. 3, abgebildete Kegelstruktur zurückgeht, wie bei den durch Verwitterung und Frost isolierten Ooiden Kalkowskys mit ,höckeriger Außenfläche" (a.a.O. S. 78). Eine solche Oberflächenskulptur ist mir bisher von anderen, marinen Oolithen nicht bekannt geworden, und nach den jetzt vorliegenden Untersuchungen ist m. E. die Frage berechtigt, ob die marinen Oolithe und die Rogensteine überhaupt gleichartige Bildungen sind. Kalkowsky hat eine Bildungsmöglichkeit der Rogensteine (in Salzseen, a.a.O. S. 101) angedeutet, welche mit dem geologischen Auftreten und dem Fehlen von Fossilien wohl im Einklänge steht. Es wäre aber keineswegs ausgeschlossen, daß die auf pflanzliche Bildner zurückgehenden Rogensteine im Gegensatze ständen zu den Oolithen der obersten marinen Flachseezonen. Oder gehen etwa auch diese Oolithe, wie ja schon von Joh. Walther vermutet worden ist, auf den Lebensvorgang irgendwelcher Bakterien oder dgl. zurück, die Oolithe, welche, erst kürzlich noch von E. Philippi als ein Typus chemischer Kalkausscheidung aus dem Meerwasser angeführt wurden? Wie dem auch sei, es könnten Oolithe und Rogensteine, trotz verschiedenartiger Entstehungsursachen, doch in einem Punkte ein gleiches Verhalten zeigen, in der Impression, wie Kalkowsky sich ausdrückt.