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Die Herkunft des Goldes in den Konglomeraten des Witwatersrandes.

Kuntz, Julius

Kurzfassung

Von den 3 Theorien, welche zur Erklärung der Herkunft des Goldes in den Witwatersrandkonglomeraten aufgestellt wurden, ist die sogenannte ,Infiltrations" theorie, wie in dem Voitschen Vortrage auch zugegeben, heutzutage in Südafrika die fast allgemein anerkannte, und auch die auf eigner Anschauung basierte Ansicht hervorragender auswärtiger Fachleute wie Becker (1898) und Gregory (1905) haben nicht vermocht, darin eine Änderung zugunsten der von ihnen vertretenen sogenannten ,Placer"theorie (fossile Seifen) hervorzurufen. Die von Voit verfochtene Präzipitationstheorie ist ganz zurückgetreten und hat, in Südafrika wenigstens, wo sie nie ernstlich in Betracht gezogen wurde, kaum noch Anhänger. In den Berichten der Geologischen Gesellschaft von Südafrika ist genügend Stoff zur Information über diese Fragen vorhanden, in den folgenden Ausführungen möchte ich näher auf die von Voit berührten Punkte eingehen. Der erste Grund, den letzterer gegen die Infiltrationstheorie anführt, ist, daß er den sekundären Quarz in den Konglomeraten nicht als Gangart ansieht, sondern als ausschließlich durch Druckwirkung verursachte Verkieselung betrachtet. Gewiß hat der hohe Druck, dem die steil aufgerichteten Schichten ausgesetzt gewesen sind, viel zur Veränderung derselben beigetragen, doch ist deshalb eine Zuführung neuer Mineralien bei der Metamorphosierung speziell der Konglomerate nicht ausgeschlossen gewesen. Das erwähnte Vorkommen von Calcit auf der Meyer and Charlton-Grube habe ich vor 13 Jahren selbst Gelegenheit gehabt zu untersuchen.