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Der Widerspruch zwischen Infiltrationstheorie und Tatsachen in den goldhaltigen Schichten des Witwaterrandsystems.

Vorr, Friedrich W.

Kurzfassung

(Bemerkungen zum Vortrage von Herrn Kuntz.) 1. Bereits in der Sitzung vom 6. Mai erwähnte Herr Kuntz, daß der Calcitschub in der Meyer and Charlton außerordentlich reich sei, daß also gerade hier eine deutliche sekundäre Zuführung von Lösungen erfolgt sei unter Anreicherung der Konglomerate. Meine Angaben stammten aus Johannesburg selbst, und ich fand sie bei Gregory bestätigt. Um ganz sicher zu gehen, wandte ich mich um Auskunft an Herrn George Denny, der jahrelang konsultierender Ingenieur für diese Mine war, dessen Angaben also als offiziell zu gelten haben im Gegensatz zu denen des Herrn Kuntz, der die ihm fremde Mine doch nur gelegentlich als Gast hat besuchen können. Herr Denny schrieb mir unterm 2. Juni: 1. Der Calcitschub, d.h. die Umwandlung der Quarzgerölle in Calcit, befindet sich nur im Main Reef-Konglomerat selbst. Ein Calcitgeröll kommt weder im Main Reef leader noch im Southleader vor. 2. Er existiert nur an der Westseite des Schachtes auf eine Streichlänge von 500 Fuß, von der 2. bis zur 5. Sohle. 3. Die Goldgehalte, obgleich für das (sonst recht arme) Main Reef an ein paar Punkten hoch, sind im allgemeinen sehr niedrig, was dadurch bewiesen ist, daß die gesammte Erzmenge bis heute in der Mine stehen blieb.