Original paper

Essexit im Bayerischen Wald.

Frentzel, Alexander

Kurzfassung

(Vorläufige Mitteilung.) In seinen ,Elementen der Gesteinslehre" stellt Rosen-Busch den Granit des bekannten sog. Monolithbruches am Freudensee bei Hauzenberg im Bayerischen Wald zu den Alkali-Kalk-Graniten, obwohl - wie er selbst zugibt - dies Gestein seiner chemischen Zusammensetzung nach zu den Alkaligraniten gehört. Er begründet dies mit der Behauptung, daß Assoziation und Ganggefolge das Hauzenberger Gestein in die granitodioritische Reihe weist. Mit der Richtigkeit dieser Behauptung steht und fällt selbstverständlich die Rosenbuschsche Annahme über die Zugehörigkeit dieses Granites zur Alkali-Kalk-Reihe. Nun fand schon vor längerer Zeit Weinschenk im hartanstoßenden Graphitgebiet in der Leitzersberger Grube auf der Hinterwiese einen ,lichtgefärbten, mittelkörnigen" Einschluß, ,der sich u. d. M. als eigentlicher Monzonit erwies". Weinschenk spricht die Vermutung aus, daß dies Gestein ein losgerissenes Bruchstück eines seinen Vintliten, den Gümbelschen Nadeldioriten, entsprechenden Tiefengesteioes darstellt. Auch die Vintlite glaubt Weinschenk weniger als Hornblendeporphyrite, sondern als den Monzoniten angenäherte Typen annehmen zu müssen. Es sei gleich hier konstatiert, daß ich nicht in der Lage war, im Monolithbruch oder in dessen Umgebung Gesteine der foyaïtisch-theralithischen Reihe zu entdecken; allerdings vermißte ich auch Ganggesteine aus zweifellos granitodioritischen Magmen. Steht aber einmal Assoziation und Ganggefolgschaft nicht mit aller Sicherheit fest, so ist es doch jedenfalls am besten, sich an das positive Resultat der chemischen Analyse zu halten, die das Hauzenberger Gestein als Alkaligranit bezeichnet.