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Untersuchungen zum Beweise der Ausdehnung von Silikaten beim Erstarren.

Fleischer, Alexander

Kurzfassung

In einer unterm 13. März 1907 veröffentlichten Arbeit habe ich mitgeteilt, daß ich im gewöhnlichen Schachtofen Schmelzversuche mit Trachyt vom Westerwald gemacht, hierbei aber nur eine hellgraue gesinterte Masse von bimssteinartiger Struktur erzielt habe, welche eine große Zahl von verglasten Blasen enthielt. Ich habe nachträglich diese Masse, in Stücke von etwa 8-10 Kubikzentimeter Große zerschlagen, in einem Gasgebläseofen der technischen Hochschule in Charlottenburg geschmolzen, und zwar in einem unglasierten Porzellantiegel mit halbkugelförmigem Boden bei 163 mm lichter Höhe und 105 mm lichter Weite, der in einen entsprechenden Graphittiegel eingesetzt war. Nach dem Erkalten zeigte sich oberhalb der geschmolzenen, stark eingesunkenen Masse die Tiegelwandung peripherisch abgesprengt, und zwar in 3 großen Stücken, während der unterste Teil fast vollständig in kleine Scherben zertrümmert war, und 3 darüber befindliche größere Stücke - zum Teil Sprünge enthaltend - durch sehr fest anhaftendes Schmelzgut zusammengehalten wurden. Die erstarrte obsidianartige Masse zeigte sich im auffallenden Licht schwarz, an vorstehenden Kanten häufig durchscheinend gelbbräunlich, auch grünlich, und hatte strahlig-krystallinisches Gefüge. Es wurde ferner in einem unglasierten Porzellantiegel von 52 mm oberem Durchmesser und 70 mm Höhe, welcher in einen Tiegel von fast ganz reiner gepreßter Kohle eingesetzt war, schwedischer Syenit geschmolzen, nachdem der Zwischenraum der Tiegel mit Graphit fest ausgefüllt war.