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Pecten Vasseli Fuchs bei Tanga in Deutschostafrika und das Alter der dortigen ,jungen Deckschichten und jungen Küstenbildungen."

Koert, Willy

Kurzfassung

Im Jahre 1902 hatte ich als Geologe des Gouvernements von Deutsch-Ostafrika für die Frage der Wasserversorgung von Tanga mich eingehender mit der Geologie der ,jungen Deckschichten und jungen Küstenbildungen" zu beschäftigen, welche Bornhardt (Zur Oberflächengestaltung und Geologie D.-Ostafrikas) auf Karte VIII für die nähere Umgebung von Tanga angiebt. Auf Seite 426 seines Werkes erwähnt Bornhardt, daß in diesen Schichten auch ein 16 m tiefer Brunnen neben der Eisenbahn - Reparaturwerkstatt stände, der als Tiefstes fossilreiche mürbe Kalke mit nur rezenten Formen (nach W. Wolffs Untersuchungen) angetroffen habe. Endlich rechnet Bornhardt noch, ,rezente Korallenkalke", die auf den längs der Küste verteilten kleinen Inseln und Riffen bis zu 20 m über den heutigen Seespiegel aufragen, hierher. Nebenbei bemerkt dürfte der Ausdruck ,rezente Korallenkalke" für derartige Kalke deshalb nicht ganz treffend sein, weil man unter solcher Bezeichnung zunächt doch wohl den sich jetzt noch im dortigen Ozean bildenden Riffkalk versteht, besser wäre die übrigens an anderer Stelle (S. 470) von Bornhardt für diese Bildungen angewandte Bezeichnung ,subrezent" gewesen. Jedenfalls muß man der Darstellung des genannten Autors entnehmen, daß er die ,jungen Deckschichten und jungen Küstenbildungen" für jünger ansieht als seine Mikindanischichten, welche er (S. 469) eher zum Quartär als zum jüngsten Tertiär stellen möchte. Diese Anschauung von dem (relativ) geringen Alter der ,jungen Deckschichten" muß aber, wie ich gleich zeigen will, für Tanga wenigstens aufgegeben werden. Gute Aufschlüsse in den fossilführenden ,jungen Deckschichten usw." bieten bei Tanga einmal das Steilufer zwischen der Mole und der Signalstation auf dem Ras Kasone und dann das gegenüberliegende Uferprofil der Tanga-Insel.