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Der Nachweis von Obertrias im Parnaßgebiet.

Renz, Carl; Frech, Fritz

Kurzfassung

Abgesehen von zahlreichen anderen Nachträgen ist unter den neueren Ergebnissen der geologischen Erforschung Mittel-Griechenlands besonders die Feststellung von obertriadischem Korallenkalk am Parnaß von Bedeutung. Bei der im folgenden ausführlicher beschriebenen Besteigung des Parnaß fand C. Renz auf dem zirka 2450 m hohen Hauptgipfel einen grauen Korallenkalk vom Habitus der bekannten alpinen Dachsteinkalke. Neben zahlreichen gut erhaltenen Korallen wurden darin auch Gyroporellen ermittelt. C. Renz schloß hieraus auf ein obertriadisches Alter der Parnaßkalke. Diese Bestimmung bestätigte sich jetzt auch weiterhin bei dem näheren Studium der Korallen, deren Ähnlichkeit mit alpinen Vorkommen geradezu frappiert. Die spezifische Übereinstimmung der am Parnaß massenhaft auftretenden Thecosmilia clathrata Emmrich und einiger anderer bekannter Arten mit ostalpinen und karpathischen Stücken konnte von F. Frech durch direkten Vergleich mit seinen alpinen Originalexemplaren zweifellos festgestellt werden. Wie die Kalke des Parnes und Kithaeron die Diploporen des Wettersteins, so enthalten die jüngeren Vorkommen des Parnaß die wohl gekennzeichnete Fauna der früher sogenannten Lithodendronkalke.