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Ein neuer Fundort von Paludina diluviana.

Hennig, Edwin

Kurzfassung

In der Umgebung des Jagdschlosses Grunewald ist in diesem Sommer mit der Anlage eines neuen breiten Weges begonnen worden. Das hat zwar unmittelbar südlich von Paulsborn zu einer Durchquerung und teilweisen Verschüttung des dortigen Flachmoores geführt, unbekümmert um die warme Fürsprache, die jüngst von berufener Seite für unveränderte Erhaltung der Grunewaldseen-Rinne eingelegt wurde. Vom rein geologischen Standpunkte aus mag man sich aber über die erlittene Einbuße mit den interessanten Aufschlüssen trösten, die bei der gleichen Gelegenheit zu beiden Seiten geschaffen worden sind, allerdings auch bereits wieder der Vergangenheit angehören. Es sei gestattet, einige wichtig erscheinende Einzelheiten daraus hier niederzulegen, auch wenn sie kein abgeschlossenes Ganze ergeben. Die Einschnitte auf der linken Seite des alten Flußlaufes gestatteten einen guten Einblick in die Spatsande des unteren Diluviums, boten jedoch nur das normale Bild: feinkörnige Sande, horizontal gelagert, durch dunklere Bänder in einzelne Abschnitte zerlegt, mit der bekannten diskordanten Parallelstruktur; hier also im wesentlichen nichts Neues gegenüber der alten Grube am Rienmeistersee. Besondere Beachtung verdient aber eine kleine Kiesgrube, die in das rechte Talgehänge eingeschnitten ist, denn sie birgt einmal Grande und Geröllager von einer im Grunewald-Gebiet sonst nicht bekannten Korngröße und zweitens Paludina diluviana Kunth in einer ganz ungewöhnlichen Reichhaltigkeit.