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Phylogenetische Korallenstudien. (Die Axophylliden.)

Grosch, P.

Kurzfassung

I. Einleitung. Man hatte früher bei der systematischen Einordnung der Korallen ein Verfahren eingeschlagen, das sich durch die Ergebnisse neuerer Forschungen als unbrauchbar erwies. Von dieser Tatsache ausgehend, unterzog ich auf Anregung meines hochverehrten Lehrers Herrn Geheimrat Professor Dr. G. Steismann, einzelne zu diesem Zwecke besonders geeignet erscheinende Gruppen der Steinkorallen (Madreporarier) einem eingehenderen Stadium. Das Hauptaugenmerk bei diesen Untersuchungen richtete sich im wesentlichen auf die Beantwortung der Frage: Können wir zwischen einzelnen Gruppen beziehungsweise Gattungen oder Arten paläozoischer und mesozoischer oder rezenter Septokorallen auf Grund hervorragender Übereintstimmung im Skelettaufbau phylogenetische Beziehungen nachweisen, die zu einer Aufstellung von Entwickelungsreihen berechtigen? Die Arbeit wurde am Anfang des Sommer-Semesters 1906 in Freiburg i. B. begonnen und am Ende des Sommer-Semesters 1907 in Bonn abgeschlossen.