Original paper

Pegmatitanhydrit aus dem Jüngeren Steinsalz im Schachte der Adler-Kaliwerke bei Oberröblingen a. See.

Zimmermann, E.

Kurzfassung

Dieser zwischen Halle und Eisleben nahe dem Südufer des ehemaligen Salzigen Sees gelegene Schacht, zu dem die Werksdirektion mir in dankenswerter Weise den Zutritt gestattete, hat unter etwa 50 m Tertiär und Mittlerem Buntsandstein und unter 373 m Unterem Buntsandstein und Oberem Zechsteinletten in 423 m Tiefe das Jüngere Steinsalz mit seiner Decke von Grenzanhydrit und seiner Einlagerung von Pegmatitanhydrit und Rotem Salzton, in 512 m Tiefe den Hauptanhydrit, in 567 m Tiefe den Grauen Salzton und in 575 m Tiefe das Kalisalzlager erreicht. Der Graue Salzton lieferte in einzelnen Lagen, deren spezielle Tiefe leider nicht zu ermitteln war, ziemlich reichlich Fossilien (Tangspuren, Liebea- bzw. Myalina- oder Gervilliaähnliche kleine Zweischaler und bis 4x33 mm große Schizodus) in der üblichen schalenlosen Erhaltung, wobei Abdruck und Steinkern ohne Zwischenraum unmittelbar aufeinander liegen, und zeigte auch wieder den schon früher von mir erwähnten Eisenchlorürgehalt der aus ihm mit Wasser auslaugbaren Salze, der sich auf der Halde durch rostig-braungelbe Beschläge kenntlich macht. Im Jüngeren Steinsalz findet sich - ganz der Regel entsprechend - die so weit verbreitete Einlagerung von Rotem Salzton (von 441 bis 453 m Tiefe) mit aufgelagertem Pegmatitanhydrit (von 440 bis 441 m Tiefe) im oberen Teile der Gesamtmächtigkeit. Der Rote Salzton erwies sich, soweit ich ihn noch auf der Halde untersuchen konnte, als frei von den früher von mir beschriebenen Pseudomorphosen. Den Pegmatitanhydrit konnte ich hier zum ersten Male in größeren Massen studieren, so daß ich nun auch eine genauere Beschreibung liefern kann; freilich konnte ich ihn nicht im Anstehenden untersuchen,