Original paper

Über die Beziehungen des mitteldeutschen Terebratulakalks und der schwäbischen Terebratelzone.

Henkel, L.

Kurzfassung

Bemerkungen zu Herrn M. Schmidts Notiz: ,Über Beziehungen zwischen Leithorizonten des Wellengebirgs in Mittel- und Sudwestdeutschland." 1. Herr M. Schmidt ist erfreut, in meinem Profil des Wellenkalks an der Tauber einen Horizont von schwarzem Schieferton fast genau in demselben Abstände unter der Spiriferinenzone angegeben zu finden, in welchem er in Südwestdeutschland eine auffallende Lage von dunkeln Schiefertonen nachgewiesen hat. Ich darf hiernach wohl annehmen, daß Herr M. Schmidt eine Gleichsetzung dieser beiden Schieferton-Horizonte trotz ihrer ziemlich abweichenden Mächtigkeit (30 cm und 2 m) nicht nur für unbedenklich, sondern sogar für geboten hält. Nun bildet diese Schiefertonlage aber (nach M. Schmidt: ,Das Wellengebirge von Freudenstadt", Fig. 1) am Schwarzwalde das Zwischenmittel der dortigen Terebratelbänkchen, an der Tauber dagegen liegt sie ungefähr sechs Meter über dem fränkischen Terebratula-Kalk. Also geht aus Herrn M. Schmidts Ansicht hervor, daß die schwäbische Terebratelzone nicht genau der fränkischen und damit der Schaumkalkzone entspricht - ein Ergebnis, mit dem ich meinerseits sehr zufrieden bin. 2. Im Gegensatz zu diesem nunmehrigen Ergebnis hatte Herr M. Schmidt (Wellengebirge von Freudenstadt, S. 51) sehr nachdrücklich betont, ECK habe bereits 1880 die Identität dieser beiden Terebratelzonen ,mit gutem gründe recht wahrscheinlich gemacht".