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Bemerkungen zu ,Paul Hermann: Beitrag zur Geologie von Deutsch-Südwestafrika".

Range, P.

Kurzfassung

(Diese Zeitschr. 60, 1908, Monatsber. 11, S. 261.) Die Ausführungen des Herrn Dr. Hermann weichen in vielen Punkten von denen meines im vorigen Monatsbericht veröffentlichten Aufsatzes ab, so daß ich mich genötigt sehe, zu denselben Stellung zu nehmen und festzulegen, welche von Hermann gewählten Namen mit meinen Bezeichnungen identisch sind. Es handelt sich im wesentlichen um die Ausführungen Hermanns über das Gibeoner Gebiet, das ich gelegentlich mehrfacher Bereisungen kennen gelernt habe. Hier gehen unsere Anschauungen erheblich auseinander. Ich bemerke im übrigen, daß die in meinem Aufsatz niedergelegte Auffassung der Stratigraphie des Namalandes sich mit der anderer Fachleute deckt. Eine Besprechung der Formationen des Hererolandes, wie sie im Hermannschen Aufsatz dargestellt werden, soll vorläufig unterbleiben; ich bin mit der Zusammenstellung meiner Beobachtungen in der Mitte und im Norden des Schutzgebietes beschäftigt und werde darin meine abweichende Auffassung klarlegen. Die von Hermann als ,Zariskalk" bezeichnete Formation ist identisch mit meinem ,Schwarzkalk". Fossilien sind darin bisher nicht gefunden. Eine Beziehung der bei Ganikobis gefundenen Cyrtoceratiden auf diesen Schwarzkalk ist unrichtig, derselbe steht dort gar nicht an. Bei Ganikobis habe ich als Liegendes die oberen Schichten des Fischflußsandsteines beobachtet, überlagert von Glazialkonglomerat und jüngeren Gliedern der Karooformation. In den Bohrprofilen Goamus I und II aufgeführte rote Sandsteine stellt Hermann zur Gibeonformation. Das ist ein Irrtum. Hermanns Gibeonformation ist identisch mit meinen Fischflußsandsteinen bzw. -schiefern.