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Magmatische Untersuchungen.

Bergt, W.

Kurzfassung

1. Pyroxengranulit und Pyroxenquarzporphyr. Pyroxengranulit und Pyroxenquarzporphyr, die beiden räumlich eng benachbarten Gesteine im nordwestlichen Sachsen, sind meines Wissens noch niemals in verwandtschaftliche Beziehung zueinander gebracht worden. Das ist im Hinblick auf ihre außerordentlich ähnliche, man kann fast sagen, gleiche mineralogische und, wie noch näher beleuchtet werden soll, auch sehr ähnliche chemische Zusammensetzung auffällig. Andererseits erscheint es verständlich und erklärlich, weil diese Gesteine nach der bis vor kurzem herrschenden Auffassung im Alter zu weit auseinanderlagen, besonders aber, weil sie eine grundsätzlich verschiedene Entstehung haben sollten. Denn während Granulit und Pyroxengranulit in der auf C. F. Naumann folgenden neptunistischen Periode für archäische krystalline Schiefer sedimentärmetamorpher Bildung gehalten wurden, stellte der Pyroxenquarzporphyr (mit dem Pyroxengranitporphyr) unbestritten ein eruptives Glied des Rotliegenden dar. Die Eruptivität, die Porphyr- und Porphyritnatur des letzten Gesteins werden wohl auch niemals bezweifelt werden. Der in dem letzten Jahrzehnt eingetretene Umschwung der geologischen Anschauungen zugunsten einer eruptiven Entstehung des Granulits um die Wende des Devons hat die beiden Gesteine einander im Alter bedeutend genähert und die hinsichtlich der Bildungsart bisher vorhandene Kluft beseitigt. Eine Vergleichung dieser Gesteine liegt nunmehr nahe, ja drängt sich geradezu auf.