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Beitrag zur Stratigraphie und Tektonik der Trias des Monte Guglielmo.

Tilmann, Norbert

Kurzfassung

Zwischen dem Iseosee und der Val Trompia erhebt sich das Bergmassiv des Monte Guglielmo, dessen breiter, in OSO-Richtung sich hinziehender Kamm in dem Dosso Pedalta und dem Castel Bertina fast 2000 m Höhe erreicht. Schon frühzeitig lenkten die Triasschichten, die auf der Ostseite der Val Camonica und des Iseosees am Westfuß des Gebirgsstockes in seltener Regelmäßigkeit aufeinander folgen, das Interesse der Geologen auf sich, besonders seitdem Curioni von dieser Stelle ein für die Trias der Lombardei grundlegendes Normalprofil beschrieb. Später hat Bittner dieses Profil mit der von ihm in Judikarien und Val Trompia festgestellten Schichtenfolge der Triasablagerungen in Übereinstimmung gebracht. Deecke verbreitete speziell über die lange strittigen Raibler Schichten von Toline am Iseosee völlige Klarheit. Nachdem dann von Salomon und Vigo vom Gipfel des Monte Guglielmo ein dem Bittnerschen Schema völlig entsprechendes Profil der mittleren Trias beschrieben wurde, das ein Bindeglied zwischen der Trias der Val Trompia und dem Normalprofil Curionis darstellt, darf die Schichtfolge der Trias des Monte Guglielmo in den wesentlichsten Zügen als feststehend angesehen werden. Zu diesem Resultate führten mich auch die geologischen Begehungen, die ich im August und September 1908 in diesem Gebirgsstück ausführen konnte, und die als Fortsetzung meiner Untersuchungen im Triasgebirge der Val Trompia neben dem Studium der Triasschichten vornehmlich eine Klarstellung der tektonischen Verhältnisse bezweckten.