Original paper

Bemerkungen zu den Stromatolithen Kalkowskys.

Haack, W.

Kurzfassung

In meiner Arbeit ,Der Teutoburger Wald südlich von Osnabrück" habe ich aus dem Serpulit der Umgegend Ton Hagen im Teutoburger Wald auffällige ,Sinterkalke" kurz erwähnt, die auf den ersten Blick an Kalkalgen erinnern und sich mit den Serpelkalken dadurch verbunden zeigen, daß sie gelegentlich Knäuel von Serpein umhüllen. Ich verglich sie mit dem ,landscape-marble" englischer Autoren, insbesondere solchem aus englischem Purbeck, sowie mit dem ,Landschaftenkalk" von Reis aus den Kuseler Schichten der bayrischen Rheinpfalz und verwies auf die am besten mit meinen Stücken übereinstimmenden Abbildungen der betreffenden Autoren. Die Ausführungen Kalrowskys nun in seinem Aufsatze ,Oolith und Stromatolith im norddeutschen Buntsandstein" im 60 sten Bande dieser Zeitschrift, vor allem aber die der Arbeit beigegebenen Tafeln lassen es mir nicht zweifelhaft erscheinen, daß die aus dem Rogensteingebiet am Harze beschriebenen, von ihm Stromatolithe genannten dichten Kalke ebenfalls mit jenen ,Sinterkalken" aus dem Serpulit eng verwandt sind, die man somit auch mit diesem Namen belegen mag, nach Reis ,eine zutreffende und keineswegs überflüssige Bezeichnung". Es würde hiermit in Norddeutschland ein zweiter Stromatolithenhorizont festgestellt sein, der vielleicht an Ausdehnung dem des Buntsandsteins nicht nachsteht. Gelegentliche Notizen nämlich in der u.a. auch den Serpulit betreffenden Literatur beziehen sich offenbar auf dieselben Gebilde, und ein Stück einer angeschliffenen dichten Kalkknolle aus den gleichen Schichten von Wallensen in der Hilsmulde stimmt völlig mit denen von Hagen überein.