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Über die Entstehung der Dolomite.

Linck, G.

Kurzfassung

Es würde wohl kaum in den Rahmen meines Vertrages passen, auch in Ihrem Kreise nicht wohl angebracht sein, wenn ich Ihnen zunächst eine Übersicht über das Vorkommen des Dolomits oder der Dolomite geben wollte. Sie sind in der Natur so weitverbreitet und kommen als Mineral und Gestein so außerordentlich häufig vor, daß die Zeit nicht ausreichen würde, auch nur die Hauptvorkommnisse zu besprechen. Nur auf einige für die Beurteilung des mit so viel Eifer und so wenig Erfolg experimentell bearbeiteten Problems wichtige Momente, sei es mir erlaubt, aufmerksam zu machen. 1. Dolomit kommt in den heutigen Meeren vor und bildet sich dort noch heute in geringer Tiefe. 2. Er tritt bald nester-, bald zonenweise auf, bald in kleineren, bald in größeren zusammenhängenden Massen. 3. Bald ist es ein Normaldolomit, öfter ein mehr oder weniger dolomitischer Kalkstein. 4. Nicht alle Dolomite weisen in ihrem Vorkommen auf eine unmittelbare Entstehung aus dem Meere, sondern manche auch auf Diagenese. 5. Manche Dolomite sind zweifellos durch Kontakt- oder Dynamometamorphose verändert. 6. Vielfach erscheinen die Dolomite in der Nähe oder in der Begleitung von Salzlagern. 7. Die rezenten oder subrezenten Dolomite treten nur in sehr organismenreichen Meeren auf. 8. Auch die fossilen Dolomite sind, abgesehen von den metamorphisch veränderten Gesteinen, vielfach organismenreich oder reich an Bitumen. Diese 8 Sätze umschreiben, so will es mir scheinen, das Wichtigste, was über das Vorkommen und die Paragenesis der Dolomitgesteine in geologischer Hinsicht zu sagen ist.