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Über Elephas trogontherii in England.

Pohlig, Hans

Kurzfassung

Da, in neuerer Zeit die wichtigen Ablagerungen an der englischen Ostküste nochmals genauer untersucht worden sind, besonders infolge der wertvollen Entdeckung ähnlicher Ablagerungen in Holland, so bin ich genötigt, einige wesentliche Ergebnisse meiner Untersuchungen über denselben Gegenstand aus den letzten Jahrzehnten mitzuteilen. Als ich meine großen anatomischen Monographien über Diluvialfauna bereits mit dem Anfang, dem 1. und 2. Teil, abbrechen mußte (infolge von Verweigerung jeder staatlichen und akademischen Beihilfe), stand ich noch ganz unter dem Einfluß der Autoritäten Falconers und namentlich von Leith Adams. Seitdem haben sich manche meiner damals deshalb noch nicht ganz sicheren Folgerungen befestigt auf Grund des umfangreichen Schatzes neuer Funde aus den letzten Jahrzehnten; und da in erster Linie die Elefantenreste für die Unterscheidung der altglazialen Schichten in Betracht kommen, erörtere ich hier zunächst die ersteren. Mit dem Namen Elephas trogontherii habe ich bekanntlich die unmittelbaren Übergangsformen zwischen E. meridionalis und E. primigenius zusammengefaßt, welche erstem infolge dieser Mittelstellung in der Lamellenzahl der Backzähne meist mit E. antiquus übereinstimmen, tatsächlich jedoch mit dieser einem ganz anderen Subgenus (Loxodon) angehörenden Art keinerlei unmittelbare Verwandtschaft haben. Ich habe bereits früher das Vorkommen von E. trogontherii an der englischen Ostküste festgestellt, beschränkte mich indessen damals unter den erwähnten Umständen auf die Erwähnung weniger Molaren. Die wesentlichste Schlußfolgerung, zu der ich nunmehr gelangt bin, ist die, daß sämtliche bis jetzt zu Elephas meridionalis gerechneten sowie einige der als E. antiquus bestimmten Molaren des englischen ,Forestbed" tatsächlich der Übergangsform Elephas trogontherii angehören, und zwar meist ihrer dem erstgenannten Elefanten mehr oder minder nahestehenden Abstufung E. (meridionalis) trogontherii.