Original paper

Eine Drumlinlandschaft und Rinnenseen südöstlich von Posen.

Werth, Emil

Kurzfassung

Schon lange war mir auf der topographischen Karte die außerordentliche Parallelität der Geländerücken in der Gegend südöstlich von Posen, an der Bahnlinie nach Schroda, aufgefallen. Kürzlich nun hatte ich Gelegenheit, dieses Gebiet zu besuchen und kreuz und quer zu durchwandern, und ich möchte im folgenden die wichtigsten Resultate meiner Untersuchungen bekanntgeben. Die Parallelrückenlandschaft gleicht in bezug auf das Ausmaß der Einzelformen am meisten den von Keilhack in seiner Fig. 4 dargestellten Typen. Es überwiegen die langgestreckten, auffallend parallel gerichteten Formen; daneben kommen aber auch kürzere und kurze, gedrungene Hügel vor. Die Breite dürfte durchschnittlich etwas beträchtlicher sein als die der pommerschen Formen der Fig. 4 Keilhacks, wodurch sie auch im Querschnitt noch sanfter gewölbt erscheinen. Ebenso ist die Höhe meist sehr gering. Die folgende Übersicht gibt für eine Anzahl der Hügel in Metern die Zahlen für die größte Länge, die größte Breite und die größte Hohe sowie das Verhältnis der Breite zur Länge. Geordnet sind die Beispiele nach letzterem Verhältnis, von den relativ kürzesten zu den längsten fortschreitend. Wie aus den Zahlen und den Beispielen des Kartenausschnittes zu ersehen, sind die Drumlins außerordentlich sanft gewölbt. Im Längsprofil haben sie eine uhrglasförmige Gestalt, die Rückenmitte erscheint horizontal; an den Endböschungen maß ich Winkel von 1 bis 2°. Gelegentlich kommen steilere Endböschungen vor, die aber wenigstens zum Teil sicher auf nachträgliche Bacherosion zurückzuführen sind. Auch im Querprofil zeigen die Hügel meist nur kleine, selten bis 5° betragende Böschungswinkel.