Original paper

Die Stratigraphie des Untersenons im Becken von Münster in der Übergangszone aus mergeliger zu sandiger Facies.

Bärtling, R.

Kurzfassung

In seiner Abhandlung ,Geologie des Beckens von Münster mit besonderer Berücksichtigung der Tiefbohraufschlüsse nördlich der Lippe im Fürstlich Salm-Salmschen Regalgebiet", die im 2. und 3. Heft der Zeitschrift der Deutschen geologischen Gesellschaft erschien, gibt Herr Krusch eine Übersicht über die Verbreitung Ton sandiger und mergeliger Facies des Untersenons, und zwar so, wie sie sich nach den Ergebnissen der Tiefbohraufschlüsse darstellt. Im Anschluß hieran habe ich in der Zeitschrift Glückauf Nr. 33 und folgende des laufenden Jahrganges die Ausbildung des Untersenons im westlichen Teile des Beckens eingehend behandelt. Wir wissen danach, daß im Westen des Beckens Untersenon in sandiger Ausbildung vorliegt, während im östlichen Teile rein mergelige Facies zu beobachten ist. Über Einzelheiten im westlichen Teile verweise ich auf die Ausführungen von Herrn Krusch in dieser Zeitschrift. Bei zahlreichen Begehungen, die ich in neuerer Zeit in der Übergangszone ausführte, konnte ich feststellen, daß für diesen Teil die Ergebnisse der Tiefbohrungen durchaus nicht brauchbar sind. Sie versagen hier fast vollständig, da sie diese Schichten fast stets mit stoßendem Bohrverfahren durchsunken haben und dabei nur äußerst selten von einem Geologen kontrolliert werden konnten. Unter dem Druck der ,Lex Gamp" fand sich hier kaum die Zeit, die unzuverlässigen Spülproben durchzusehen. Man war also fast durchweg auf unzureichende Angaben des Bohrmeisters angewiesen, und nur so ist es zu erklären, daß wir in den Bohrtabellen selbst in den Gebieten, wo ganz zweifellos sandiges Untersenon ansteht, stets die kurze Angabe finden ,0-800 m graue Mergel" oder gar ,0-800 m Emscher".