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Driftbildungen in vorglazialen, einheimischen Schottern in der Gegend von Hildesheim

von Koenen

Kurzfassung

Herr von Koenen spricht dann über Driftbildungen in vorglazialen, einheimischen Schottern in der Gegend von Hildesheim und legte photographische Aufnahmen der Kiesgrube an der Windmühle östlich Gronau a. d. Leine vor; er bemerkte im Anschluß an die kurzen Mitteilungen, welche er im Jahrbuch der Kgl. geolog. Landesanstalt für 1908 S. 98 und 610 gemacht hat, daß in der nördlichen Umgebung der Sackberge, der ,Gronauer Kreidemulde Försters", recht ausgedehnte und mächtige Decken von Plänerbrocken auftreten, bis über 4 km von dem anstehenden Pläner entfernt. Sie werden öfters von Geschiebelehm oder auch Lößlehm überlagert, enthalten stellenweise unregelmäßige Einlagerungen von grobem Diluvialsand und bestehen aus vorwiegend nußgroßen Plänerbrocken, dürften also eine Separation in etwas tieferem Wasser erlitten haben. In jener Kiesgrube finden sich aber auch zahlreiche nordische usw. Geschiebe, Granit bis über 30 cm Durchmesser, welche nicht flach in dem Schotter liegen, sondern vielfach steil gestellt, so daß sie wohl durch Drift hierher gelangt sind, also eingefroren in Eisschollen, welche auf dem Wasser schwammen und allmählich auftauten, so daß die Geschiebe herabfielen und in den Schotter einsanken, welcher somit als vor- oder frühglazial anzusehen ist. Dasselbe Alter hat aber auch wohl der Hilssandsteinschutt, welcher besonders in der Umgebung des Hils eine so große Verbreitung besitzt, sowie mancher Schutt von Kalk und Dolomit des Oberen Jura, von Muschelkalk oder auch von Buntsandstein.