Original paper

Über die pleistocäne Säugetierfauna und die Spuren des paläolithischen Menschen von Burgtonna i. Thür.

Schäfer, H. F.

Kurzfassung

Zwischen den gothaischen Ortschaften Burgtonna und Gräfentonna lagern in einer schluchtartigen Einsenkung ältere Kalktuffe, die durch die eingebetteten Reste des Urelefanten und Merckischen Rhinozeros als interglaziale Ablagerungen charakterisiert sind. Aus kalkhaltigen Quellen und begünstigt durch eine reiche Wasserflora setzten sich die Kalktuffe teils in losen Tuffsanden, teils in festen Werksteinbänken ab. - Im Süden von Burgtonna werden diese Tuffe hart am Fuße der Fahnerschen Höhe vom Oberen Muschelkalke und weiter nördlich vom Mittleren Keuper (Gipskeuper) begrenzt; die Schichten fallen flach nach N ein. - Burgtonna und Gräfentonna stehen zum Teil auf diesen Kalktuffen, die schon seit Jahrhunderten als geschätztes Baumaterial bekannt sind. Im vorigen Jahre waren in Burgtonnaer Flur sechs Kalktuffbrüche im Betrieb.