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Zur Tektonik des oberen Allertals und der benachbarten Höhenzüge.

Schmierer, Th.

Kurzfassung

Auf der diesjährigen Hauptversammlung unserer Gesellschaft hat Herr E. Harbobt über das Alter der Störungen in der sogenannten Hehnstedter Braunkohlenmulde berichtet. Nach seinen Ausführungen ist der Dorm und der Barneberger Höhenzug, die in voroligocäner Zeit wahrscheinlich nur als ,Terrainwellen" vorgebildet waren, in postmiocäner Zeit durch die Tertiärablagerungen der Helmstedter Mulde hindurchgepreßt worden, während Elm und Lappwald schon vor Ablagerung des Helmstedter Tertiärs die Ränder des Beckens bildeten. Habbort hebt sodann ausdrücklich hervor, daß Elm und Lappwald damals noch nicht bis zu ihrer heutigen Hohe herausgehoben waren, ,es läßt sich vielmehr mit Sicherheit nachweisen, daß eine zweite Emporwölbung und Heraushebung der das Braunkohlenbecken begleitenden Gebirgszüge in postoligocäner Zeit erfolgte". Meine im letzten und vorletzten Jahre ausgeführten Aufnahmen haben nun im Verein mit den Ergebnissen zahlreicher Tiefbohrungen gezeigt, daß tatsächlich Störungen postunteroligocänen Alters den Bau des östlichen Grenzgebirges der Helmstedter Braunkohlenmulde, des Lappwaldes, recht wesentlich beeinflußt haben. Die Ausführungen Harborts und diejenigen Scuroeders über die Geologie der subhercynen Kreidemulde greifen zurück auf eine längst in Vergessenheit geratene, in dieser Zeitschrift veröffentlichte Beobachtung V. Strombecks, die durch die neue Aufnahme vollkommen bestätigt worden ist. Herr Schroeder machte mich neuerdings auf einen anderen, Alter und Art der Störungen im nördlichen Vorland des Harzes betreffenden Vortrag V. Strombecks aufmerksam, der bisher ebenfalls unbeachtet geblieben ist, und so ergreife auch ich diese Gelegenheit, meine Mitteilungen an das kurze Protokoll dieses Vertrags anzuknüpfen.