Original paper

Über den Fund von oberdevonischen Schwämmen in Polen.

Sobolew, D.

Kurzfassung

In meiner in russischer Sprache vor kurzem erschienenen Arbeit über das Mitteldevon des polnischen Mittelgebirges sind in dem auf S. 365 angeführten Verzeichnis der Fauna des unteren Oberdevons auch Kieselschwämme erwähnt worden. Diese Schwämme wurden von mir 8 km südlich von Kielce auf dem nördlichen Abhang eines kleinen Zuges, der 1 km südlich von dem Dorfe Kowala verläuft, gefunden und entstammen einem Kalkstein, welcher über dem mitteldevonischen Massenkalk liegt und von den Kalken und Schiefern des mittleren und oberen Oberdevons überlagert wird. Außer Schwämmen enthält der Kalkstein eine reiche, zum Teil schon von mir beschriebene Fauna, welche für das untere Oberdevon, den sogenannten Kadzielnia-Kalk (= Iberger Kalk des Harzes), bezeichnend ist, und zwar: Stromatoporen, Alveolites suborbicularis Lam., Chaetetes sp., Syringopora sp., dann zahlreiche Arten der Gattung *Phillipsastraea (u.a. Ph. ananas Goldf.), Cyathophyllum tinocystis Frech, Cyath. caespitosum Goldf., Endophyllum priscum (?) Münst., End. halliaeforme Sobolew, Hallia prolifera (?) A. R., + Productella sp., *Spirifer simplex Phill., Spir. conoideus A. R., + Spir. sp. (grobrippige Form), Athyris concentrica L. V. B., + Atrypa reticularis L., A. desquamata Sow., + Rhynchonella acuminata Mart., Rh. cuboides Sow., Pentamerus galeatus Dalm., * Buchiola sp., Conocardium sp., Pleurotomaria Kadzielniae Gürich, * Tentaculites sp., * Orthoceras sp., * Goniatites gen. Von den oben angeführten Arten kamen manche (mit einem Sternchen * bezeichnet) in einem Handstück mit Schwämmen vor, andere (mit einem Kreuzchen + bezeichnet) wurden auch mit Schwämmen zusammen bei Auflösung des Gesteins im Salzsäure beobachtet, gingen aber bei weiterer Einwirkung der Salzsäure verloren.