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Die Foraminiferen und Ostracoden des Untersenons im Becken von Münster in der Übergangszone aus mergeliger zu sandiger Facies.

Franke., A.

Kurzfassung

Seit mehreren Jahren bin ich damit beschäftigt, die Kreidehorizonte des Münsterschen Beckens auf ihre Mikrofauna zu untersuchen. Die tonigen Schichten des Labiatus-Pläners, des Emschers, des Unter- und Obersenons haben mir reichhaltiges Material geliefert. Grünsande und feste Kalke des Cenomans und Turons, sowie Sande und Kalksandsteine des Untersenons sind dazu wenig geeignet, da sie entweder nicht schlämmbar sind oder einen im Verhältnis zum ursprünglichen Material großen Schlämmrückstand hinterlassen, so daß das Aussuchen der Organismen außerordentlich mühsam und wenig lohnen wird. Meine bisherige Erfahrung hat gezeigt, daß die Mikrofauna trotz mancher in fast allen Kreideschichten auftretenden Arten wie Cristellaria rotulata Lam., Cornuspira cretacea Rss., Gaudryina pupoides D'orb., Globigerina cretacea D'orb., Cytherella ovata Röm. usw. doch auch in jedem Horizonte einen bestimmten Charakter zeigt. - Die Arbeit des Herrn Dr. Bärtling über das Untersenon des Münsterschen Beckens in den Monatsberichten der Deutschen Geologischen Gesellschaft, Bd. 61, Jahrgang 1909 veranlaßte mich, die Foraminiferen und Ostracoden des Untersenons genauer zu untresuchten. Um eine vollständige Übereinstimmung mit den Herrn Bärtling unterschiedenen Horizonten herbeizuführen, habe von Herrn Bärtling suchenden Proben nur den in der Arbeit erwähnten Aufschlüssen entnommen, nämlich: 1 graue Marsupietenmergel der I. Zone der Ziegelei Robert nördlich Lünen an der Landstraße nach Kappenberg; 2. graue Mergel der II Zone dem Aufschluß bei Netteberge, Blatt Waltrop (unter dem Netteberger bei Netteberge einem Aufschlüsse in einem Gehöft (über dem Netteberger Sande) und 4. die grauen Mergel der III. Zone den Lüdinghäuser Tonwerken, Ziegelei Janssen.