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Die Beziehungen der nordwestdeutschen Moore zum nacheiszeitlichen Klima.

Stoller, J.

Kurzfassung

Mit dem Problem des nacheiszeitlichen Klimas und seines Verlaufes bis zur Gegenwart haben sich die deutschen Geologen bisher nur in geringem Maße beschäftigt. Die Bildungen des Alluviums zeigen bei uns nicht die große Mannigfaltigkeit in petrographischer Entwicklung, nicht die reiche Gliederung in stratigraphischer Beziehung wie in Schweden und Dänemark. Dort haben deshalb in erster Linie geologisch-paläontologische Forschungen die Frage des nacheiszeitlichen Klimas ihrer Lösung zugeführt, während in Deutschland das Problem bisher einseitig fast nur von deduktiv arbeitender biogeographischer, speziell pflanzengeographischer Seite ernstlich in Angriff genommen wurde. Im folgenden sollen die Beziehungen der nordwestdeutschen Moore zum nacheiszeitlichen Klima kritisch erörtert werden. Obwohl über die zahlreichen Moore dieses Gebietes eine ziemlich umfangreiche Literatur vorliegt, sind doch die wenigsten Moore geologisch-paläontologisch eingehend und erschöpfend bearbeitet worden. Die wichtigsten Resultate verdanken wir C. A. Weber, der eine Reihe von Mooren nach dieser Methode in mustergültiger Weise untersucht hat. In der gesamten übrigen Literatur dagegen wird fast regelmäßig nur die eine oder die andere Seite des Moorproblems mehr oder weniger eingehend behandelt, während exakte stratigraphisch-paläontologische Untersuchungen meist gar nicht ausgeführt wurden. Meine eigenen gelegentlichen Untersuchungen in dieser Beziehung aber erstrecken sich nur auf eine kleine Zähl von Mooren des Gebietes, so daß noch viel zu tun ist, ehe eine erschöpfende Darstellung der Entwicklungsgeschichte unserer Flora auf einwandfreier Basis möglich ist. Eine ausführliche Beschreibung des Aufbaues der Moore und eine Aufzählung aller ihrer Einschlüsse fällt außerhalb des Rahmens dieser Arbeit. Es sollen nur diejenigen Punkte stratigraphischer und paläontologischer Art erörtert werden, aus denen sich Schlüsse in bezug auf das Klima ergeben. Die ältesten hierher gehörigen pflanzenführenden Ablagerungen zählen zwar nicht zu den Moorbildungen, müssen aber der Vollständigkeit wegen doch berücksichtigt werden.