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Eine merkwürdige Miocänfauna von Ibbenbüren (Westfalen)

Wolff, W.

Kurzfassung

Im Anfang vorigen Jahrhunderts wurde zur Wasserlösung im Steinkohlenbergbau am Schafberge bei Ibbenbüren der ,Schafberger Tiefe Stollen" aufgefahren, der zwischen Diluvium und Lias eine fossilreiche Tertiärschicht durchfuhr. Die älteren Autoren nennen daraus eine Anzahl Gattungen, meist ohne genauere Artbestimmung, und erklären die Fauna für miocän. Gelegentlich seiner Spezialaufnahme der Ibbenbürener Bergplatte fand O. Tietze in der Berginspektion zu Ibbenbüren die alten Orginale wieder auf und brachte sie nach Berlin. Ich habe sie, so gut es ohne ausreichendes südeuropäisches Vergleichsmaterial möglich war, zu bestimmen versucht und folgende Liste aufgestellt: Pecten sp. Arca Noae L. Pectunculus glycimeris Lam. Chama gryphina Lam. Astarte concentrica Goldf. Cardita cf. calcyolata L. Donax sp. Corbula carinata Duj. Fissurella cf. rarilamella v. Koen. Nerita aff. Martinianae Math. Cerithium sp. Aporrhais sp. Cypraea cf. amygdalum Br. Cassis? Murex?. Uromitra aff. avellanae Br. Oliva cf. flammulata Lam. Pleurotoma? Conus Dujardini Desh.