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Nathorstiana P. Richter und Cylindrites spongioides Goepp.

Richter, P.

Kurzfassung

Die beiden Pflanzengattungen, welche ich besprechen will stammen aus dem Quedlinburger Neocom; ich habe sie Teil II der Flora der unteren Kreide Quedlinburgs bereits beschrieben. Die erste von ihnen, welche ich zu Ehren des berühmten Paläobotanikers Nathorst Nathorstiana genannt habe, durfte eine Verwandte von Pleuromeia Sternbergi Corda also wohl eine Verwandte der Sigillarien, sein. Der Stamm von Pleuromeia, einer Pflanze des oberen Buntsandsteins, verzweigt sich unten dichotom in zwei mal zwei schräg nach oben verlaufende Wurzelstumpfe, deren oberste Enden sich manchmal hornartig gekrümmt dem Stamme nähern. Sie sind dicht mit Narben bedeckt, die den Wurzelnarben der Stigmarien durchaus gleichen; auch die von ihnen ausgehenden einfachen Wurzeln gleichen durchaus den Appendices der Sigillarien. Bei Nathorstiana ist von diesen freistehenden Körnern wenig übriggeblieben; statt der stark hervortretenden 4 Wurzelstumpfe findet man nur ein knollenförmiges Rhizom von höchstens 5 cm Durchmesser mit sehr flachen, meridianartigen Wülsten und meridianartigen Vertiefungen; auch diese verschwinden bei kleinen Exemplaren oft ganz; ihre Zahl ist bei Nathorstiana gracilis (der kleineren Art) 2-4, bei Nathorstiana arborea 8-16. Die Knolle der ersteren besitzt anscheinend eine kurze Hauptwurzel, die sich bald in zahlreiche einfache Wurzeln auflöst; sie besitzt daher auch keine Wurzelnarben; Nathorstiana arborea dagegen zeigt sie stets. Sie stehen wie bei Sigillaria und Pleuromeia in schwach aufsteigenden Spiralen. Die von diesen Narben ausgehenden Wurzeln sind meist unverzweigt, zylindrisch oder flach gedrückt (?) und lassen sich in letzterem Falle von den immer nur schlecht erhaltenen Blättern nicht unterscheiden, verhalten sich also ganz wie die Appendices der Sigillarien.