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Campylosepia elongata n. sp.

Picard, Karl

Kurzfassung

Im Jahre 1899 beschrieb ich in dieser Zeitschrift, Bd. 51, S. 308/309, als neue Gattung und Art die in der Terebratelzone des Unteren Muschelkalks (mu 2 gamma) auf dem Totenberge bei Sondershausen gefundene Campylosepia triasica. Im Spätherbst 1909 fand ich in derselben Schicht, etwa 200 m ostwärts von der vorigen Fundstätte, eine Versteinerung, die ich zu derselben Gattung stelle, die aber wohl einer anderen Art zugehören dürfte. Aus einem dicken, reichlich mit Bivalven besetzten Schaumkalkblocke sprang ein Steinkern ron auffallender Länge aus dem dazu gehörenden Abdruck heraus. Die vorliegende Art zeigt die Gestalt eines flachgekrümmten Rinderhornes, dessen Wurzel 9 cm breit und ca. 5 cm dick ist; das spitze Ende ist 2,5 cm breit. Die Gesamtlänge beträgt etwa 13 cm. Die Schalenoberfläche ist ebenso wie bei Campylosepia triasica glatt. Der hornähnlich verlängerte Teil ist wie der Steinkern oben gewölbt, unten etwas abgeplattet und zeigt in der Längsrichtung schwach vertiefte Linien. Leider fehlt das vordere Ende. Das Gehäuse des Tieres war dickschalig; das verbreiterte Schalenende ist 0,50 cm dick. Die Schale ist durch den Versteinerungsvorgang verlorengegangen; deshalb sind die Abbildungen Fig. 1 a-c nach einem Gelatine-Ausguß des vorhandenen Abdruckes hergestellt worden. Die oberen 7 cm des Steinkerns sind schwach nach innen gekrümmt und 1-1 1/2 cm breit; erst dann tritt eine wesentliche Erweiterung auf. Eine deutlich gewölbte Oberseite grenzt an die schwach konkave Unterseite mit einer scharfen Kante. Der Steinkern ist mit einer dünnen Sinterrinde überdeckt, so daß man die Schalenstruktur der Innenseite nicht erkennen kann. Er besteht aus 3 Abschnitten, die die. Ausfüllung von durch Scheidewände getrennten Kammern darstellen; der mittlere Abschnitt ist aus dachziegelartig aneinandergefügten Lamellen zusammengesetzt und dem Steinkern der Campylosepia triasica K. Picakd ähnlich.