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Eine Drumlinlandschaft in Djursland (Jütland).

Werth, Emil

Kurzfassung

Im östlichen Teile der Halbinsel Djursland (Halbinsel Grenaa) in Jütland erstreckt sich in westsüdwestlicher Richtung zwischen den Städten Grenaa und Kolind der Kolind-Sund. Dieser stellt ein, heute durch Eindeichung trocken gelegtes, fördenartiges Becken dar, welches durch eine niedrige Landschwelle südlich Grenaa vom Kattegat getrennt wird. Diese ziemlich ausgedehnte Schwelle erhebt sich im allgemeinen nur etwa bis 4 m über den Meeresspiegel, doch ist ihr eine Reihe von Dünenhügeln aufgesetzt, und ihre höchste Erhebung beträgt 8,5 m. Inwieweit am Aufbau dieser Landbrücke moderne Strandbildungen beteiligt sind, bleibt einer genaueren Untersuchung vorbehalten zu entscheiden. Die Verbindung des Kolind-Sundes mit dem Meere wird durch die Grenaa hergestellt, welche östlich der gleichnamigen Stadt mündet. Während auf der Nordwestseite fast in der ganzen Längserstreckung des Sundes dessen Ufer von einem ziemlich steil abfallenden Plateaulande begrenzt werden, begleitet im Nord osten, Süden und Südwesten ein stark zerteiltes Hügelland das Becken. Die dieses Hügelland zusammensetzenden Einzelerhebungen zeigen sehr verschiedene Höhen und dementsprechend auch sehr wechselnde Böschungsgrade. Ziemlich verschieden ist auch die Form ihrer horizontalen Umgrenzungen. Was sie auszeichnet, ist jedoch der Umstand, daß ihre Längsachsen beinahe immer dieselbe ostnordost-westsüdwestliche Richtung zeigen, dieselbe, welche auch die Hauptachse des Kolind-Sundes einnimmt. Das beigefügte Kärtchen, auf welchem die wichtigsten dieser Hügelrücken möglichst in ihrer natürlichen Umrißform und Anordnung als schwarze Kleckse eingetragen sind, möge das Gesagte illustrieren. Zugleich sind dort auch einige zwischen den Hügeln auftretende, meist versumpfte, kleinere Senken (mit wagerechter Schraffur) eingezeichnet, welche als Negativformen sich ausgezeichnet dem System der Rücken einordnen.