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Zur Geologie des Namalandes (Deutsch-Südwestafrika)

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Kurzfassung

Über die im Namaland auftretenden Formationen ist in dieser Zeitschrift im Jahrgang 1909, Bd. 61, Monatsber. Nr. 2 berichtet. Die rein wissenschaftliche Tätigkeit wurde naturgemäß dadurch eingeschränkt, daß man von dem im Neulande arbeitenden Geologen zunächst praktische Resultate erwartete. Wie an oben genannter Stelle ausgeführt ist, gliedern sich die Schichtensysteme des Namalandes wie folgt: I. Primärformation: Diese Primärformation ist wieder in drei Abteilungen zerlegt, 1. einen Gneisgranithorizont, 2. einen Gneisschieferhorizont, 3. einen Schieferhorizont. II. Namaformation. Diskordant auf den alten Schichten liegt ein etwa 2 Kilometer mächtiges System von Sedimenten, das ich, wie folgt, gegliedert habe: 6. Fischflußschiefer und Sandstein, 5. grüner Schiefer und heller Sandstein, 4. Schwarzkalk, 3. Kuibisquarzit, 2. Arkose, 1. Basalkonglomerat. Ich mochte diese Gliederung jetzt insofern erweitern, daß ich die einzelnen Horizonte nicht mehr nur nach der petrographischen Beschaffenheit ihrer Leitschicht bezeichne, sondern ihnen Lokalnamen beilege, um eine abweichende Ausbildung in anderen Teilen des Schutzgebietes mit demselben Namen bezeichnen zu können. So soll jetzt Horizont 1 und 2 als Basalschichten zusammengefaßt werden. Nr. 3, Kuibisquarzit, wird Kuibisschichten genannt. Der dritte Horizont sind die Schwarzkalkschichten (früher 4). Auf diese folgen die früher als 5 bezeichneten grünen Schiefer und hellen Sandsteine, welche jetzt den Namen Schwarzrandschichten erhalten sollen, da sie vorzugsweise an der Westseite des Schwarzrandes entwickelt sind. Der Name Fischflußschichten bleibt bestehen. Die Schwarzrandschichten und Fischflußschichten rechne ich zu der oberen Namaformation, während ich die Basalschichten, Kuibisschichten und Schwarzkalkschichten als untere Namaformation zusammenfasse. Im übrigen wird auf die beigegebene Tabelle verwiesen.