Original paper

Über den Vulkan Soputan in der Minahassa.

Wichmann, Arthur

Kurzfassung

Herr Joh. Ahlburg hat kürzlich einige Mitteilungen über die Insel Celebes gebracht, die außerordentlich fehlerhaft sind, und daher nicht widerspruchslos hingenommen werden dürfen. Ich möchte mich an dieser Stelle darauf beschränken, seine völlig aus der Luft gegriffenen Angaben über den Soputan richtigzustellen, wobei sich zugleich die Gelegenheit bieten wird, einige andere der Aufklärung bedürftige Punkte zu erörtern. Falls überhaupt von einem erschwerenden Umstände noch gesprochen werden kann, so wäre es, daß in dem von Herrn Ahlburg selbst angeführten Werke von P. und F. Sarasin sich eine ausgezeichnete Darstellung des erwähnten Vulkans findet. Es heißt bei Herrn Ahlburg: ,Im Jahre 1828 flog der ganze Gipfel des damals spitzen Vulkanberges in die Luft, und unter der Einwirkung der Explosion bildete sich ein gewaltiges, tiefes Kraterloch, das sich erst im Laufe des Jahrhunderts durch die nachstürzenden Gesteinsmassen des senkrechten Kraterrandes wieder bis 200 m unter den Kraterrand aufgefüllt hat." Da Herr Ahlburg im Jahre 1828 vermutlich noch nicht gelebt hat, so ist es ausgeschlossen, daß er derartige Beobachtungen selbst hat anstellen können. Die Quell wissen von allen diesen Dingen nichts zu berichten. Nirgends findet sich eine Angabe darüber, daß der Berg einstmals spitz gewesen, nirgends, daß ,der ganze Gipfel ... in die Luft" geflogen ist. Der einzige bemerkenswerte Ausbruch während des 19. Jahrhunderts erfolgte in den dreißiger Jahren, als der tiefe Krater längst vorhanden war, wie aus den Aufzeichnungen von C. G. C. Reinwardt, der den Soputan als erster im Jahre 1821 bestieg, mit unumstößlicher Sicherheit hervorgeht.