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Über Pechstein von Meißen und Felsitporphyr von Dobritz, Zur Richtigstellung gegen Herrn Stutzer

Sauer, A.

Kurzfassung

Im 2. und 3. Heft der diesjährigen Monatsberichte unserer Zeitschrift spricht Stutzer-Freiberg Ansichten aus über den Pechstein von Meißen und die genetischen Beziehungen zwischen Meißner Pechstein und Dobritzer Felsitporphyr, die sich in erster Linie gegen meine vor reichlich 20 Jahren über diesen Gegenstand ausgeführten Untersuchungen, zugleich aber gegen alle diejenigen richten, die sich später mit den gleichen petrographischen Fragen eingehender beschäftigten und meine Resultate bestätigen konnten. Die geologische Aufnahme von Blatt Meißen war seinerzeit die äußere Veranlassung für mich, an die Untersuchung dieser Gesteine heranzutreten. Meißen ist bekanntlich das klassische Gebiet der Pechsteine, das Gebiet für eine besonders mächtige und reine Ausbildung derselben. Doch treten diese wasserhaltigen natürlichen Gesteinsgläser, wie ich hier gleich Stutzer gegenüber betonen mochte, im Palaeozoicum in ihrer räumlichen Entwickelung vergleichsweise entschieden zurück gegen die analogen Gesteine im Kaenozoicum, wenn man die eng mit den Pechsteinen verbundenen Perlite hinzurechnet. Bei der Untersuchung der Meißner Pechsteine gelang es mir zunächst, in größerem Umfange felsitähnliche sekundäre Umbildungen derselben nachzuweisen - die man früher für ursprünglich gehalten und mit der Grundmasse der Felsitporphyre verglichen hatte - und diese sekundäre Felsitisierung hinein zu verfolgen bis in alle Einzelheiten, bis zur Herausbildung eines ganz und gar felsitporphyrähnlichen Endgliedes. Nach diesem Ergebnis und bei dem engen räumlichen Verbände des mit dem Pechstein auftretenden Dobritzer Felsitporphyres, dessen gegenwärtige Grundmasse von mir ebenfalls als eine in vieler Hinsicht sekundäre Bildung festgestellt wurde, mußte sich mir nun der Schluß nahelegen, daß ,der Dobritzer Porphyr aller Wahrscheinlichkeit nach vom Meißner Pechstein abzuleiten sei".