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Zur Lenneschieferfrage,

Winterfeld

Kurzfassung

In den Monatsberichten (1911, Nr. 2) der Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft stellt Herr Dr. Fuchs Ergebnisse seiner Forschung denjenigen meiner veröffentlichten Untersuchungen gegenüber und übt an letzteren eine Kritik, welche diese meine der sachlichen Aufklärung dienende Entgegnung hervorruft. Nach dem alten Erfahrungssatze, ,Mit Urteil sprechen gar nicht eile, Bist du gehört hast beide Teile", mögen die folgenden Zeilen Beachtung finden. Zunächst legt Fuchs großen Wert auf die Auffindung des Remscheider und des Ebbesattels und erweckt durch die von ihm gewählte Darstellungsform den Anschein, als ob diese grundlegende Aufstellung von ihm, jedenfalls aber nicht von mir, herrühre. Ein Blick auf meine Übersichtskarte, Taf. III, der Verhandlungen des Naturhistorischen Vereins der preußischen Rheinlande und Westfalens, Jahrgang 66, 1909, muß jedem genügen um festzustellen, daß dieser Remscheider Sattel über Radevormwald nach Breckerfeld zu streicht und östlich von Radevormwald von jüngeren Schichten bedeckt wird, just, wie es Fuchs in seinen Ausführungen hervorzuheben für nötig hält. Auch seine Maßangabe (121/2 km) für die Breite des Hauptsattels (S. 116) und für die des anderen Sattels (Knüppelberg bis Egen, S. 119) stimmt mit der Zeichnung meiner Karte (a. a. O., 1 : 160 000) überein. Fuchs hat den Remscheider Sattel den Remscheid-Altenaer genannt, wohl weil Denckmann die über mein Kartengebiet hinausgehende Fortsetzung als Altenaer Sattel bezeichnet hat. In der Arbeit ,Über eine Exkursion in das Devon- und Culmgebiet nördlich von Letmathe" wiederholt (S. 25) Denckmann die Behauptung, daß ,nördlich von Altena und bei Dahl usw. die ältesten Gesteine dieses gewaltigen Sattels zutage treten und wahrscheinlich tiefes Unterdevon darstellen." Hierbei muß aber berücksichtigt werden, daß er auch damals die hier anstehenden Mühlenberg-Schichten für so alt ansah. ...